Fazit richtig schreiben

Warum sollten Texter das Fazit nicht unterschätzen?

Viele Schreiber benötigen unendlich viel Zeit, ein kleines bisschen Content zu gestalten. Laut der jüngsten Blogger Umfrage von Orbit Media verbringen die meisten Autoren ca. 3,5 Stunden damit, einen Blogbeitrag zu verfassen.

Aber ganz unabhängig davon, wie lange wir für die Content-Erstellung brauchen, haben wir dennoch unsere Prioritäten in Bezug darauf, wie wir diese Zeit verbringen. Beim Verfassen einer Überschrift (obwohl sie nur einige Worte hat) möchten wir die Aufmerksamkeit erregen und zum Weiterlesen animieren. Bei der Einleitung möchten wir den Leser beeindrucken und im Hauptteil das widerspiegeln, was die aufmerksamkeitserregende Überschrift aussagt.

Wenn es allerdings darum geht, alles mit einer soliden Schlussfolgerung zu verbinden, mangelt es an Sorgfalt und Ideenreichtum. In der heutigen überfüllten Content-Landschaft und der zunehmenden Taubheit für Marketingbotschaften, können Texter es sich nicht leisten, gerade beim Fazit zu „versagen“. Aus diesem Grund denke ich, dass das Fazit kein nachträglicher Gedanke sein sollte, sondern vielmehr ein wesentliches Element der Marketingstrategie. Warum? Dafür gibt es drei Hauptgründe.

1 Texter haben max. 8 Sekunden, um den Leser zu überzeugen!

Erstens ist es kein großes Geheimnis, dass wir Menschen eine kurze Aufmerksamkeitsspanne haben. Wie kurz? Etwa 8 Sekunden. In einem Zeitalter, in dem so viele Inhalte zur Verfügung gestellt werden, die bereit sind, konsumiert zu werden – ist es sehr überwältigend. Als Ergebnis – egal ob wir nach neuen Trends suchen, etwas recherchieren oder etwas kaufen möchten – scannen bzw. überfliegen wir häufig Webseiten, um unser Bedürfnis nach glaubwürdigen, qualitativ hochwertigen Inhalten binnen kürzester Zeit zu befriedigen.

Trotzdem gibt es Momente, in denen Texter bereit sind, tiefer zu tauchen und etwas zu tun, was mich zu meinem nächsten Punkt weiterleitet.

2 Wenn ein Texter seinen Job gemacht hat und seinen Leser bis zum Ende gelockt hat, möchte er bei ihm einen Eindruck hinterlassen.

Zumindest sollte der Texter seiner Leserschaft eine gute Zusammenfassung bieten und ihn anschließend in einem weiteren Schritt zum Nachdenken anregen. Je nach Branche, Zielgruppe und Thema gibt es hier unterschiedliche Vorgehensweisen:

Die nachdenkliche Frage

Den User auf der Seite zu halten, ist eine sehr schwierige Aufgabe. Das einfachste Beispiel ist eine nachdenkliche Frage, die sich auf das Thema bezieht und dem Leser die Möglichkeit gibt, seine Meinung zu äußern.

Zum Beispiel: Was halten Sie von „xyz“? Schreiben Sie uns Ihre Meinung im untenstehenden Kommentarbereich.

Das Spiel der Emotionen

Die Emotionen eines Lesers anzusprechen, indem man ihm ein wenig Nahrung zum Nachdenken, Inspiration oder Ermutigung gibt, ist eine großartige Möglichkeit, eine persönlichere Verbindung herzustellen.

Mit Abschlussworten wie „Probieren Sie es aus!“ gibt der Texter dem Leser eine Art Erlaubnis, etwas Neues auszuprobieren. Und selbstverständlich ist dies eine Handlungsaufforderung (CTA).

Das taktische Spiel

Dieses ist einfach und wahrscheinlich die am meisten genutzte Methode. Hier geht es darum, den Lesern etwas zu tun zu geben. Der Texter hat ein Problem angesprochen und einige Lösungen angeboten, doch nun lautet die Frage: Was kommt als Nächstes?

Typisches Beispiel ist: „Dies sind aber nicht die einzigen Lösungsansätze für „x-Problem“. Schauen Sie sich den Blog von „xyz“ an, der weiterführende Tipps gibt“

3 Jede gute Story hat ein gutes Ende

Auch wenn es kindisch klingt: Jede gute Geschichte hat ein gutes Ende. Nein, eigentlich so: Jede gute Geschichte verdient ein gutes Ende. Basta😊

Fazit

Wir Autoren widmen uns leidenschaftlich unserem Handwerk und verbringen Stunden damit, klickwürdige Überschriften oder überzeugende Inhalte zu entwickeln. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass jede Geschichte ein tolles Ende haben muss.

Ein Texter sollte in seinem Fazit mindestens eine Zusammenfassung des Contents bieten. Je nach Branche, Thema und Zielgruppe kann man unterschiedliche Methoden kombinieren, um beim Leser im Gedächtnis zu bleiben – ob mit einer nachdenklichen Frage, einem emotionalen oder taktischen Spiel. Inspiration und Denkanstöße machen ein gutes Fazit aus.